Salvatorianerinnen in Südtirol

Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen ...denn die Liebe Christi drängt uns

Gedanken zum Sonntag

Joh 15,1-8 5.Ostersonntag B1 2012

In einer süddeutschen Schule sprach einmal eine Katechetin von Jesus. Die Kinder spürten es, dass ihr dieses Thema eine Herzenssache war. Sie schilderte mit bewegten Worten wie sich Jesus der Armen und Kranken angenommen und Mitleid gezeigt hat. Sie sprach so begeistert und lebendig von ihm, dass eines der Kinder fragte: „Lebt dieser Jesus noch?"

Ja, das hat die Lehrerin fertig gebracht bei den Kindern den Eindruck zu erwecken, dass Jesus noch lebt. Denn seien wir ehrlich: Wir meinen doch, je länger es her, dass jemand gelebt hat, desto blasser wird seine Gestalt, desto weniger kann man von ihm begeistert sein. „Ach der oder die lebt doch schon lange nicht mehr", pflegen dann die Leute zu sagen, Was die Lehrerin darauf sagte weiß ich nicht, aber wir Christen glauben, dass Jesus wirklich lebt, wir glauben aber auch dass er nicht von der Erde gegangen und gleichsam im Pensionsalter sich in den Himmel zurückgezogen hat.

Das betont Jesus selbst in seinen Abschiedsreden im Abendmahlsaal, wovon die Bildrede vom Weinstock berichtet. Jesus weiß, dass er am Lebensende angekommen ist und sein Tod am Kreuz bevorsteht. Und dahinein spricht er: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Das sagt er an der Schwelle zwischen Erde und Himmel Ja erst als Auferstandener, wo er das Leben in seiner ganzen Fülle und Vollendung wieder erlangt hat, da kann er für alle die an ihn glauben und getauft sind ein Weinstock sein, mit dem sie verbunden sind und das bleiben sollen. Ja, Jesus lebt, nur deshalb kann er uns Weinstock sein aus dessen Stamm und Ästen wir als Zweige leben und Frucht bringen können.

Ich bin der Meinung, dass viele Christen noch nicht begriffen haben, dass Christsein nicht nur heißen kann, sporadisch ab und zu mal in die Kirche zu gehen und täglich ein Gebet zu verrichten, dass Christsein nicht nur heißen kann das Credo zu bekennen, sondern vielmehr mit und in Christus zu leben, Gemeinschaft mit ihm zu halten, einfach mit ihm verbunden zu sein durch einen lebendigen Glauben und der Liebe. Ganz offenbar haben die Kinder das bei ihrer Religionslehrerin gespürt: die hat eine Liebe zu Jesus, die ist von ihm begeistert und er ist ihr eine Kraft. Ja er lebt in ihr und prägt ihre Worte und ihre Taten, kurz ihr Leben.

Da geht es dann nicht um dies oder das, etwa um einige Gebote, die man als Christ halten soll, da geht es vielmehr um ein gemeinsames Leben mit Jesus.

Christus. Und da ist es nicht anders als bei jeder Beziehung. Nur wer interessiert ist bei einem anderen,, ja nur wo ein Funke überströmt, wo eine Sympathie da ist, nur wo man jemand Vertrauen hat kann sich sich ein Verhältnis der Freundschaft oder gar Partnerschaft anbahnen. Zwischen Jesus und uns ist das nicht anders. Die Lebenszeit ist uns gegeben, mit ihm zusammenzuwachsen, und immer mehr bei ihm zu bleiben, wir können auch sagen mit und bei ihm zu wohnen, nichts mehr zu tun ohne ihn, ihn ins Boot zu holen und alles auf ihn hin zu beziehen.

Der Apostel Paulus hat gerade dies besonders betont. In seinen Briefen kommt die Kurzformel „In Christus Jesus" 161 Mal vor und einmal wird er noch konkreter: „Nicht mehr ich lebe, nein, Christus lebt in mir."

Wir alle sind seit unserer Taufe mit Christus verbunden und bilden mit ihm eine Einheit wie ein Rebstock mit den Zweigen, Er will uns durchdringen und wir sind berufen sein Wirken fortzusetzen und Früchte zu tragen. Je mehr wir ihn wirken lassen desto mehr kann er durch uns segensreich wirken zum Heil der Menschen. Ja nur mit ihm verbunden wird unser Leben fruchtbar.

P. Benedikt Laib SDS

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