Salvatorianerinnen in Südtirol

Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen ...denn die Liebe Christi drängt uns

Kloster auf Zeit - eine Erfahrung wert

Der Glaube an den Auferstandenen Christus will uns zum Leben einladen, Glaube kann zur Lebendigkeit befreien und soll keine Belastung mit sich bringen. Glaube kann uns etwas erahnen lassen, vom Reichtum und der Fülle des Lebens. Glaube kann die Sehnsucht wecken und wachhalten nach dem Leben, nach dem was hier und heute ist. Ich bin eingeladen mir immer wieder die entscheidende Frage zu stellen: Lebe ich so, dass andere neugierig werden, wie man denn so leben kann? Oder lebe ich so, dass es andere eher abschreckt und eben nicht mehr fasziniert. Lasse ich mich gefangen nehmen von der Hetze des Alltags und dem Leistungsdruck oder atmen wir die Freiheit, den Geist und Liebe Gottes ein, die zum Leben ruft?
Ja, wir sind zum Leben gerufen, wir sind aufgerufen unsere Einmaligkeit die in der Liebe Gottes gründet zu leben. Wenn wir begriffen haben dass wir tatsächlich liebenswert sind und zwar weil die Liebe Gottes in uns wohnt dann kann uns dies zu einem tiefen Frieden mit uns selber und den Mitmenschen führen. Denn so erkenne ich auch im Mitmenschen die Liebe Gottes zu ihm. Diese Erfahrung ist für mich ein Grundlegender Wegweiser zu den Menschen.
Unser Leben ist ein Leben in Gott hinein. Wir werden immer mehr zu der Person, die wir sind und die Gott mit seiner Liebe ausdrücken will. Wir Salvatorianerinnen leben aus unserer Beziehung zu Gott, aus der mystischen Dimension unseres Lebens heraus. Aus dieser Quelle versuchen wir, mit Hilfe der göttlichen Geisteskraft auf die Nöte der Zeit in aktueller und prophetischer Weise zu antworten. Grundlage dafür ist unsere Berufung und Gottes heilende Liebe für Menschen erfahrbar zu machen.
Aber wie kann man Gottes heilende Liebe für die Menschen erfahrbar machen?
Es gibt viele verschiedene Angebote von Klöstern oder Gemeinschaften. Sie laden ein, wenigstens eine gewisse Zeit aus dem Zeitsystem des Alltags auszusteigen, um sich wieder neu zu orientieren, die eigenen Werte wieder zu erkennen, auch um eine Entscheidung zu treffen und die Beziehung zu Gott zu pflegen. In dieser Zeit sind wir eingeladen unser Leben zu verinnerlichen und zu vertiefen – umso wieder auf die Spur dessen zu kommen, was unsere Existenz ausmacht und deren Sinn zu erfahren-ja, Gottes heilende Liebe zu erfahren. Sicher wird dies nicht in einigen Wochen im Kloster passieren aber es kann eine Richtung fürs Leben sein. Es kann sich etwas wandeln und auftun. Eine Gemeinschaft mit strukturiertem Tagesablauf und die beständige Ausrichtung auf Gott hin, kann Hilfe sein für die eigene Sehnsucht nach dem Reichtum und der Fülle des Lebens. Eine Gemeinschaft kann helfen, kann Begleiter sein die Richtung im je eigenen Leben zu erkennen, um Gottes heilende Liebe zu erfahren.
Hatten sie schon einmal den Gedanken für ein paar Tage ins Kloster zu gehen, vom Alltag auszusteigen, wieder in die Ruhe zu kommen, mehr Zeit für Gott für das Gebet zu haben, die eigene Mitte wieder zu finden. Kennen sie vielleicht den Gedanken, ich brauche Klarheit und eine neue Sicht auf verschiedene Situationen.
Vielleicht kennen sie auch den Gedanken: "ja ich bin neugierig wie in der heutigen Zeit eine Glaubensgemeinschaft lebt? Oder gibt es überhaupt noch junge Leute die sich für den Weg in den Orden entscheiden?" Immer wieder kommen verschiedene Personen aus verschiedenen Ländern zu uns in die Gemeinschaft um ein paar Tage oder Wochen mit uns zu leben. Unser Haus steht offen für Menschen die für eine begrenzte Zeit aus dem Alltag aussteigen wollen und bereit sind sich auf eine Gemeinschaft einzulassen. Die tägliche Mithilfe im Haus, das gemeinsame Gebet, die Mahlzeiten und die persönlichen Gespräche schenken die Erfahrung von Gemeinschaft, des Angenommen sein und das Gefühl ich bin nicht alleine mit meiner Sehnsucht unterwegs. Es gibt Menschen mit denen ich mein Leben teilen kann und wo auch Heilung geschehen darf, wenn etwas in meiner Lebensgeschichte ungelöst ist. Dieses Angebot „Kloster auf Zeit" kann jederzeit von Personen in Anspruch genommen werden die eine Sehnsucht danach haben.
Wir Salvatorianerinnen in Meran laden auch jeden Sommer junge Menschen zu uns in die Gemeinschaft ein. Sie haben die Möglichkeit verschiedene Erfahrungen für ihr Leben zu sammeln. Da wir Salvatorianerinnen eine internationale Ordensgemeinschaft sind, kommen die jungen Frauen aus ganz Europa zu uns um eine Zeit mit uns in der Gemeinschaft zu leben. Es ist für viele eine wertvolle Zeit um sich selber besser kennen zu lernen und die Lebens- und Glaubensgemeinschaft der Salvatorianerinnen zu erfahren. Ich kann von mir sagen, dass es für mich eine sehr große Bereicherung ist Menschen bei uns in der Gemeinschaft zu haben die sich Einlassen auf Neues, die neue Wege gehen. Ich bin auch sehr dankbar für jeden der mit uns in der Gemeinschaft ein Stück des Weges mitgeht. Wir können viel voneinander lernen und uns bereichern. Es ist immer ein Geben und ein Nehmen, es darf nie einseitig werden. Durch die Menschen die mit uns in der Gemeinschaft leben werde ich auch persönlich herausgefordert, ich werde herausgefordert Antwort zu geben, mich zu hinterfragen. Oft bekomme ich auch eine neue Sichtweise auf die Wirklichkeit. Die Motivation mit der ein Mensch zu uns in die Gemeinschaft kommt – diese Motivation, ich nenne sie einfach auch Sehnsucht, die kennen wir Schwestern im Kloster, sonst würde es ja keine Berufungen in den Orden geben. So kann die Gemeinschaft ein guter Boden sein um sich auszutauschen, sich begleiten und helfen im gemeinsamen suchen nach der heilenden Liebe Gottes.
Ja, natürlich, und jetzt mache ich Werbung in eigener Sache. Wenn sie diese Gedanken kennen oder Sehnsucht haben und vielleicht auch jemanden kennen für den/die eine solche Auszeit angebracht wäre, dann melden sie sich doch einfach bei uns. Meine Mitschwestern und ich sind gerne bereit für ein Gespräch wenn sie diese Auszeit brauchen oder einen Weg suchen um intensiver die Beziehung zu Gott zu pflegen.
In den nächsten Tagen feiern wir das Fest Pfingsten.
Pfingsten ist das Fest der Vollendung. Zu Pfingsten werden wir durchdrungen vom Geist Jesu - unsere Leben wird Rund und Ganz. Der Heilige Geist bringt uns in Bewegung. Der Hl. Geist ist eine Kraft die uns Antreibt wenn wir Müde geworden sind. Eine Kraft die uns begeistert wenn wir Leere um uns herum spüren. Der Hl. Geist ist Gottes zärtliche Liebe die uns berührt.
Mit Pfingsten ist der Auferstehungsweg vollendet, und wir werden nun gesendet um Leben hervorzulocken, einander aufzurichten und Worte zu schenken die uns lebendig werden lassen. In der Sendung stehen, bedeutet mit etwas Verbunden sein, etwas das mich stärkt, mir Kraft gibt. Mit dem Hl. Geist sind wir verbunden zu Christus dem Auferstandenen. Wir stehen in der Sendung glaubende Menschen zu sein, Zeugnis zu geben für den Auferstandenen Christus, der gegenwärtig ist in unserem alltäglichen Leben. Sind wir also mutig, wenn es darum geht Glauben zu bezeugen und für den Glauben einzustehen?
Da knüpfe ich wieder bei dem an was ich vorher gesagt habe. Lebe ich so, dass andere Personen neugierig werden? Kann ich etwas von meinem Lebensstil vermitteln, dass andere anzieht. Brennt in mir das Feuer der Begeisterung und des Eifers mich für eine Sache einzusetzen? Erkenne ich einen Sinn in meinem Leben und bin ich danach ausgerichtet.
Wir alle kennen Menschen mit leuchtenden Augen - die haben ihr Leben auf etwas hin ausgerichtet. Es sind lebendige Menschen, voller Ideen und Lebenskraft. Wir fühlen uns wohl in ihrer Nähe, denn sie geben Wärme und Geborgenheit, sie lassen uns so sein wie wird sind, ohne uns zu loben oder zu tadeln. Viele Menschen glauben aber auch, dass die ausgebrannt sind, erloschen ohne Lebensfreude. Das ist sicher eine sehr schwer annehmbare Situation. Denn tief in mir habe ich das Gespür- ich kann auch anders sein. Ich kenne mich anders, ich möchte anders sein. Da braucht es oft viel Geduld, Vertrauen und Zeit. Sehr hilfreich kann eine spontane Begegnung mit einem Menschen sein, es kann eine einfache Begegnung genügen, damit sich der Lebensweg ändert. Weil wir genau in dieser Begegnung etwas erfahren, dass uns mit unserem tiefsten Inneren in Berührung bringt. Es kommt in uns etwas zu schwingen und in Bewegung, wo wir ohne unsere Zutun schon Veränderung spüren. In solchen Situationen bin ich dann herausgefordert und oft braucht es eine gute persönliche Begleitung.
Der Hl. Geist der uns zu Pfingsten verheißen ist, kann Neues in uns schaffen, richtet uns auf und ermutigt neue Wege zu gehen.
Ich wünsche uns allen, dass wir den Hl. Geist erfahren, dass wir uns einlassen können und vertrauen. Das wir Erfahrungen machen, die uns im Glauben stärken und das wir Personen begegnen die in uns etwas auslösen, die Fragen hervorbringen um den eigenen Lebensweg zu hinterfragen.
Ich wünsche ihnen, dass sie Gelegenheiten haben sich über ihren Glauben auszutauschen. Ich wünsche ihnen Mut es auch einmal zu wagen und für ein paar Tage in ein Kloster zu gehen. Es bereichert, stärkt und es verbindet. Alles Gute, Gottes Segen und ein schönes Pfingstfest.

Prospekt zum downladen


Sr. Renate Koppenberger SDS

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