Salvatorianerinnen in Südtirol

Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen ...denn die Liebe Christi drängt uns

Ganz Mensch...im Wachsen und Reifen. Treffen der Ehemaligen Heimschülerinnen

„Kannst du dich noch erinnern...!?" – Treffen der ehemaligen Heimschülerinnen

Fröhliches Gelächter erfüllte am Nachmittag des 9. Juni 2012 den Garten und das Kloster „Mater Salvatoris" in Obermais, wo sich 150 ehemalige Heimschülerinnen aus ganz Südtirol trafen, um gemeinsam mit den Schwestern deren 100-jähriges Wirken in Meran zu feiern.

Nach der Begrüßung durch die Provinzleiterin Sr. Birgitta Siller sds und die Heimleiterin Sr. Monika Mair sds konnten die Besucherinnen ein abwechslungsreiches Programm genießen: der Vorführung des Films über die „Meraner Schwestern" („Frauen, die sich trauen"), folgte eine angeregte Diskussion über Klischees und Vorurteile zum Thema Ordensleben sowie über das Wirken der Schwestern heute. Die Autorin Renate Abram stellte die Jubiläumsschrift „Berufen, die Welt zu umarmen" vor und verband sie mit der Besichtigung des gesamten Kloster-und Heimbereichs, was für viele einen Höhepunkt des Treffens darstellte.
Während des Rundgangs und bei Kaffee und Kuchen gab es auch genügend Zeit, in Erinnerungen zu schwelgen und Geschichten und Anekdoten aus der Heimzeit zu erzählen.

Erinnerungen ...
- „Wir sind heute zu siebt hierher gekommen! Von 1953 bis 1960 besuchten wir die Mittelschule und die LBA und treffen uns immer noch regelmäßig ein- bis zweimal im Jahr.", erzählt Annelies Fink vom Ritten. „Wir verlebten in diesem Haus eine unbeschwerte Zeit, die Schwestern waren verständnisvoll. Im Vergleich zu anderen Heimen, empfanden wir die Salvatorianerinnen damals schon als recht fortschrittlich, auch was die Kleiderordnung anbelangte..."
- „Wir saßen im zweigeteilten Studiersaal... unser Lerneifer ließ allmählich nach und wir sannen auf Abwechslung. Auf meinem Tisch lag eine Schere, ich griff danach und schnitt kurzerhand der Maridl einen ihrer Zöpfe ab.... Was die Aufsichtsschwester zu dem Vorfall sagte, ist uns entfallen, aber Maridl hatte wegen ihres nun asymmetrischen Aussehens den Vorteil, dass die Eltern ihrem lang gehegten Wunsch nachkamen, sich die Haare kurz schneiden zu lassen.", verraten Annemarie Haas (Radein), Maridl Schroffenegger (Steinegg) und Greti Lintner (Bozen), die Ende der 50er Jahre und Beginn der 60er Jahre bei den Salvatorianerinnen waren.
- „Am meisten liebe ich das Salva-Heim für die Freundschaften, die dort entstanden sind und die noch immer halten. Und für seine Kapelle, in der man einfach fromm und friedlich werden muss, die Stimmung will es so. Daher suche ich sie immer noch gerne auf.", erzählt Maria Raffeiner aus Tschengls die von 1999 bis 2004 ihre Oberschulzeit bei den Schwestern verbrachte.
- Waltraud Peer aus Spondinig war während ihrer Mittelschulzeit Anfang der 50er Jahre im Heim; zusammen mit ihrer Schwester Elisabeth und den Geschwistern Annelies und Gerti Schwienbacher aus Lana. „In meiner Erinnerung war hier alles viel, viel größer als es jetzt ist... Die meisten Mädchen fuhren damals nur an Allerheiligen, Weihnachten und Ostern nach Hause; die Entfernungen waren einfach zu groß."

Das Heim
Der Internatsbetrieb der Salvatorianerinnen begann im Herbst 1950, nachdem die städtischen Behörden mit dem Wunsch an die Schwestern herangetreten waren, Schülerinnen der Lehrerbildungsanstalt aufzunehmen. Die LBA war damals die einzige Ausbildungsstätte für Lehrer und Lehrerinnen in Südtirol, so dass viele junge Menschen aus allen Teilen des Landes sich in Meran eine Unterkunft suchen mussten. Von Anfang an stand für die Schwestern um die damalige Heimleiterin Sr. Leonida Rez sds, einer gebürtigen Ungarin, eine ganzheitliche Betreuung ihrer Schützlinge im Mittelpunkt: genauso wichtig wie Hilfe beim Lernen und Angebote für die Freizeitbeschäftigungen war ihnen die Förderung der inneren Werte.
Die Zahl der Internatschülerinnen stieg von anfangs 60 auf zwischenzeitlich 90 an. Heute ist im Heim der Salvatorianerinnen Platz für 73 Mädchen, die in Meran eine Oberschule besuchen. Zwei Drittel der Schülerinnen kommen aus dem Vinschgau, die restlichen aus dem Hinterpasseier, dem Eisacktal, Unterland und Sarntal. Auch heute ist die Entfernung zum Schulort immer noch der Hauptgrund, warum sich Mädchen bzw. deren Eltern für die Unterbringung in einem Heim entscheiden. Das lange, anstrengende Pendeln kann vermieden werden; bei der Auswahl des Heims spielen sicher auch die geregelten Lernzeiten und die Betreuung eine Rolle. „Im Laufe der Jahre hat sich in der Führung des Internats vieles verändert", erklärt Sr. Monika Mair sds, die seit 1970 das Heim leitet. „Manches ist freier und lockerer geworden, die Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung sind vielfältiger geworden. Aufrecht bleiben aber die Vermittlung christlicher Werte als Erziehungsgrundsatz und das Angebot, auch in religiöser Hinsicht etwas fürs Leben mitzunehmen." Seit beinahe 20 Jahren wird Sr. Monika Mair sds von zwei externen Erzieherinnen unterstützt.

Tayana Prünster
(mit Informationen aus „Berufen, die Welt zu umarmen")

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