Salvatorianerinnen in Südtirol

Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen ...denn die Liebe Christi drängt uns

Gedanken zum Sonntag

 

Bibl.Texte:Jer 1,4-10; Lk 1,5-17 Fest Johannes des Täufers 24.06.2012
Wenn ich die Bibel lese staune ich immer darüber, wie treffend das menschliche Leben geschildert wird und wie sehr Gott sich mit dem Menschen be- schäftigt, wie Gott ins Leben von Menschen eingreift, um sie in seinen Dienst zu nehmen. Das wird heute bei den Texten zum Geburtstag von Johannes dem Täufer überdeutlich.
In der Lesung ist vom Mutterleib und vom Mutterschoß die Rede, also von einer schwangeren Frau, die ein Kind trägt. Ja, die Bibel ist wahrlich ein Buch
wo das ganze menschliche Leben eingefangen wird bis zum Kopfweh. Auch das steht drin wie ein Kind schreit: „Mein Kopf, mein Kopf! „ Von Leibfeindlichkeit, wie man der Kirche immer wieder vorwirft in der Bibel keine Spur! Die Bibel ist also nicht in dem Sinn ein solch heiliges Buch, dass keine zutiefst menschliche Lebenszüge bis zu Geburtswehen darin Platz hätten.
Und das zweite ist für mich noch verwunderlicher: Gott ist sich nicht zu gut Gott ist nicht so erhaben als dass er sich nicht in diese menschlichen Vorgänge einmischen würde. Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich
ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, hae ich dich geheiligt. Dieses Wort Gottes an Jeremias wendet die Kirche auf Johannes den Täufer an.
Gott macht es demnach nicht wie die Menschen, die jemanden erst im Erwachsenenalter ein Amt antragen: ich könnte mir denken, du könntest diesen Posten übernehmen,
Schauen wir jetzt noch kurz in das Evangelium hinein:
Wie nahe ist da die menschliche und göttliche Seite wieder beieinander.
Zacharias und Elisabeth haben keine Kinder, denn Elisabeth war unfruchtbar und beide schon in vorgerücktem Alter. Und er sendet seinen Engel zu Zacharias in den Tempel, um ihm die Geburt eines Kindes anzukündigen Aber Gott soll dieses Kind ganz und gar gehören es soll ganz in dessen Dienst treten. Gott wartet nicht, bis ihr Kind ansprechbar ist für den Ruf Gottes, er hat von vornherein mit diesem Kind seinen Plan.
Schon der Name, den sein Vater Zacharias ihm geben soll, drückt seine Berufung aus: Gott ist gnädig . Sein Name ist seine Beruf: von Gott dem Barmherzigen Zeugnis zu geben Und schon im Mutterleib wird er vom heiligen Geist erfüllt werden. Ja bevor Johannes geboren ist wird er schon vom Geist Gottes erfüllt. Gottes Geist selbst führt ihn in seine Berufung ein. Und was dieser Johannes einmal tun soll, kündigt der Engel Gabriel dem Priester Zacharias schon an: Er soll viele Israeliten zum Herrn, ihrem Gott bekehren. Nun, das war wohl die Aufgabe aller Propheten, schon im Alten Bund, die Ungehorsamen zur Gerechtigkeit, die Sünder zu Gott dem Herrn zu bekehren. Und das wird Johannes mit scharfen Worten am Jordan tun : „Ihr Schlangenbrut, wer hat euch gelehrt dem kommenden Gericht zu entrinnen?" Seine Taufe am Jordan ist Umkehrtaufe, ein Zeichen, dass die Menschen die Wege der Sünde verlassen und sich reinigen lassen von Schmutz der Sünde.
Aber dieser Johannes wird eine Aufgabe haben, die noch nie ein Prophet vor ihm hatte: in der Kraft des Elija, dem Propheten der Endzeit, wird er dem Herrn vorangehen und wird das Volk für den Herrn bereit machen. Ja, Johannes wird der einzige Prophet sein, der das, was er verkündet, nicht nur für die Zukunft ankündigt, sondern jetzt erfüllt sieht. Er ist Der, der mit seinem Finger auf Christus zeigen kann: „Seht das Lamm Gottes!" Er ist berufen dem Herrn voran zu gehen, und darum nennen wir ihn Vorläufer des Herrn und er ist es, der das Volk Israel aufruft, dem Herrn die Wege zu bereiten.
Ja, dieser Geburtstag des Johannes kann uns sehr vieles für unser Leben als Christen sagen: Wir sind nicht ins Leben hineingeworfen und jedes von uns soll dann strampeln und rudern, dass er irgendwie heil und unbehelligt durchs Leben kommt. Vielmehr hat Gott einen jeden von uns im Mutterleib geformt
und ausersehen einen Auftrag zu erfüllen, den nur wir an unserem Platz erfüllen können. Und es gibt nichts in unsrem Leben, wo nicht Gott mit im Spiele ist.
Gott ist beim Menschen, mitten in seinem Leben, mitten in seinem Tun.
Darum sind wir nie von Gott verlassen, er lässt uns nicht los, sondern geht mit uns den Weg. Aber wir haben stets neu die Aufgabe, ihm den Weg zu bereiten,
ihm die Wege zu ebnen, ihm Platz zu machen in unserem Herzen in unsrem Leben. Dafür ist uns Johannes, diese große Gestalt als Prophet und Wegbereiter des Herrn ein deutlichen Zeichen.


P. Benedikt Laib SDS

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