Salvatorianerinnen in Südtirol

Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen ...denn die Liebe Christi drängt uns

Adventsbegleiter

Bibl.Text Lk 21,25-36 1.Adventsonntag C1'12
Der Hirtenbrief des Bischofs, der sehr weihnachtlich geprägt ist beginnt mit dem Spruch eines Adventskalenders: „In den ersten Jahrhunderten gab es viele Christen, obwohl sie noch nicht Weihnachten gefeiert haben. Heute feiern viele Weihnachten, obwohl sie nicht mehr Christen sein wollen."
Rund um das Weihnachtsfest hat sich ein solch buntes Brauchtum angesiedelt, dass der, den wir Christen feiern sollen, dabei oft verdeckt, ja vergessen wird. Ja man kann Weihnachten feiern ohne an Den zu glauben, dessen Geburtsfest die Christenheit feiert. Wieso konnte man damals Christ sein, ohne
Weihnachten? Weil das Weihnachtsfest erst im 4.Jahrhundert in Kalender steht. Aber es hatte noch einen anderen Grund: Weil die Christen zuerst einmal damit fertig werden mussten: Die Mitte unseres Glaubens ist der gekreuzigte und auferstandene Christus. Tod und Aufertstehung das glaubensmäßg zusammenbringen war wahrhaftig nicht leicht,
Und mit dem Advent ist es auch so. Für viele Christen ist es nur mehr ein vorgefeiertes Weihnachtsfest, eine Zeit der Lichterketten, der weihnachtlichen Stimmung. Und DEN worauf alles deutet kennen viele nicht mehr.
Interessant ist für mich dabei: Die Selbstaussagen Jesu, wer er sei, werden von vielen im Symbol gefeiert, ohne Den, der es von sich gesagt hat. „Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt."
Alle Lichter dieser dunklen Winterzeit deuten auf DEN hin der von sich sagt, „er sei das Licht der Welt", der das Licht des Himmels gebracht hat.. Darum ist Advent so wichtig dass wir uns auf den besinnen, der an Weihnachten gefeiert wird.
Advent ist das Feiern der Ankunft dessen der vom Himmel gekommen und vom Vater im Himmel gesandt wurde. Die ersten Christen haben nun ob wir es verstehen oder nicht- das Kommen Christi nicht beschränkt auf sein erstes Kommen, wo „er in sein Eigentum kam und die Seinen ihn nicht aufnahmen", sie haben geharrt und gehofft auf sein Wiederkommen in Macht und Herrlichkeit, Sie haben seinen Worten vertraut, dass er am Ende alles vollenden wird was er auf Erden begonnen hat, Erst wenn er wiederkommt auf den Wolken des Himmels mit Macht und Herrlichkeit, hat sich alles erfüllt was Jesus gelebt, gewirkt und erlitten hat. Seine Auferstehung - so glaubten, die ersten Christen - zielt auf sein Wiederkommen um alles zu vollenden.
Advent ist im Sinne der Kirche nie einseitig eine Vorbereitung auf Weihnachten, sondern ein Hoffen auf Christi Ankunft. Und jetzt verstehen wir, warum die Kirche an den Anfang des Kirchenjahres das Evangelium vom Ende der Welt und von der Wiederkunft Christi setzt: Weil erst dann sein Kommen in die Welt seine Erfüllung gefunden hat
Für mich kommt noch ein Gedanke ins Spiel: Der Anfang des Kirchenjahres hat die Botschaft vom Ende des Lebens Christi ins Programm aufgenommen. Was wir heute im Evangelium gehört haben sind die letzten Worte Jesu an seine Jünger bevor er mit ihnen in die Abschiedsstunde am Gründonnerstag Abend geht. Und das imponiert mir sehr: Gleich am Anfang des Kirchenjahres lenkt die Kirche unseren Blick in die Weite, an das zeitliche Ende der Welt und den endgültigen Seig des Menschensohnes über Leid und Zerstörung, über die Macht des Bösen und des Todes. Mitten in der Endzeitstimmung sollen
Christen das Haupt erheben, und nicht den Kopf sinken lassen oder gar in den Sand steckten und ausschauen voll Erwartung, weil mit dem Tag des Mesnchensohnes der Tag der Erlösung kommt,
Den, den wir an Weihnachten feiern, ist nicht nur das Christkind, es ist Der, von dem P.Karl Rahner sagt, Er habe als Neugeborener schon eine Ewigkeit hinter sich und Er ist Der, von Dem der Prophet Jesaja vorausgesagt hat: „die Herrschaft liegt auf seiner Schulter. Man nennt ihn starker Gott. seine Herr-schaft ist groß." Mag diese seine Herrschaft für uns noch verborgen sein,
wir glauben seinen Worten, dass er heraustreten wird, und seine Herrschaft vor aller Augen vollenden wird
Auf ihn zu warten auf ihn unsere Gedanken hoffnungsvoll zu lenken das ist Aufgabe des Advent, den wir heute beginnen.

 


                             P.Benedikt Laib SDS

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