Salvatorianerinnen in Südtirol

Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen ...denn die Liebe Christi drängt uns

Adventbegleiter

Bibl Text: Lk 3,10-18 3.Adventsonntag 2012 C1'12
Es ist die Frage: hat Johannes heute noch etwas zu melden? Er ist doch der „Vorläufer" Jesu, und in dem Wort verbinden wir doch „vorläufig" was denn doch heißt: Es gilt nur solange bis die endgültige Entscheidung getroffen ist. Und ein Wort im Johannesevangelium geht doch auch in diese Richtung: Johannes war nicht das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.
Aber wir dürfen eines dabei nicht vergessen: Johannes war ja nur Stimme, die Worte die aus seinem Mund kamen, kamen nicht wie bei uns Menschen aus unseren Gedanken oder den Gefühlen des Herzens, seine Worte kamen von Gott. „Da erging das Wort Gottes an Johannes in der Wüste". haben wir letzten Sonntag gehört. Das ist für mich sowieso etwas Einmaliges: Alte Texte, die 2000 Jahre oder älter sind, wer liest die noch als einige Gelehrte und Interessierte? Ja wie recht hat Jesus: Himmel und Erde werden vergehen, das Wort Gottes wird nicht vergehen. Die Worte des Johannes gehen an diesem 3.Advent wieder kreuz und quer durch die Erde
Aber es gibt noch einen anderen Grund warum wir auf den Vorläufer, der Vorläufiges verkündet hat, hören, ja von ihm lernen sollen,. Auch beim
Kommen Jesu, steckt eine Portion „Vorläufigkeit": Einerseits hat Johannes klar gesagt: „Er ist es, auf den wir als Volk Israel gewartet haben!" und dann im Gefängnis kommen ihm doch nagende Zweifel:. Bist du es wirklich, oder sollen wir auf einen anderen warten? Mit Jesus hat zwar Gott das letzte und entscheidende und nie mehr widerrufende Wort an die Menschen gesprochen, aber er hat noch keinen reinen Tisch gemacht, er hat wieder mit seinem Sohn angefangen ein neues, allerdings das letzte Kapitel zu schreiben, aber auch bei Jesus steht das Endgültige, das Vollendete, sein voller Sieg noch aus. Wir als Christen sollen das Volk, das voll Erwartung ist, sein, weil wir der Botschaft des Johannes, die Gottes Botschaft ist, auch heute glauben:: Es kommt einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Er wird euch mit heiligem Geist und Feuer taufen. Er hält die Schaufel in der Hand, um Spreu vom Weizen zu trennen und den Weizen in die Scheune zu bringen. Aber ganz offenbar leben auch wir in dieser Zwischenzeit, in der Er gekommen ist die Taufe mit Wasser und hl. Geist zu bringen, Retter und Heiland zu sein, bis er dann kommt um als Richter Weizen und Spreu zu trennen und die Erwählten in das Reich des Vaters zu führen.
Und da greift nun die Aufgabe des Advent ein. Der bekannte Theologe P.Karl Rahner hat eine Adventsmeditation geschrieben mit dem Titel „Die Geduld mit dem Vorläufigen." Ja wir leben im Herzen in Erwartung auf den Sieg des Guten, auf ein Reich der Gerechtigkeit, der Geschwisterlichkeit, der Liebe und des Friedens inmitten einer zerrissenen und von Hass und Spannungen geladenen Welt. Und wir fragen uns: Wann greift denn Gott endlich ein, wenn er der Allmächtige ist? Und aus diesem -. ich sage es jetzt aus menschlichem Empfinden heraus-Zuschauen Gottes und seinem passiven Verhalten holen viele Menschen ihren Grund zur Verweigerung ihres Glaubens an Gott.
Aber statt eines Eingreifens sendet Gott immer nur „Vorläufer", und Johannes hat viele Nachfahren bekommen: die auf den wahren Messias und Sohn Gottes hinweisen es aber wie Johannes selbst nicht sind. Es werden auch und gerade in der Kirche immer nur „Anläufe" gemacht, und es kommen Boten, die längst nicht so heilig sind wie Johannes den Jesus als „den Größten unter allen Menschen" genannt hat, Menschen mit Menschlichkeiten ja bisweilen Unmenschlichkeiten, es geschehen Gottes Heilszeichen seines Erbarmens und seiner Güte zu uns sündigen Menschen, aber in menschlichen Zeichen. Und all dieses Vorläufige bekennt nur immer wieder: Ich bin das Wirkliche nicht selbst und nicht das Eigentliche: der Eigentliche ist verborgen aber wirkt in dem Uneigentlichen der Worte die seine Boten verkünden und in der Zeichen, die sie
vollziehen."
Ja da können wir in dieser Erwartung dessen was angekündigt ist die Geduld verlieren. Wir sind gleich dabei. Wenn ich der liebe Gott wäre, würde ich es anders machen. Aber da steht heute im Evangelium eine ganze andere Frage: Was sollen WIR tun? Nicht, was soll Gott anders machen?. Johannes vertraute Gottes Wort. das an ihn ergangen ist. Wo müssen wir anfangen im Geiste dessen, der wahrhaft von Gott gekommen ist, zu wirken, damit ein Stück jetzt schon hier auf Erden sichtbar wird, was Der, den wir erwarten vollenden wird. Er und sein Reich ist mitten unter uns das Reich der Gnade, der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens. Zu ihm zu gehören, heißt ihm zu dienen.

 


P. Benedikt Laib SDS

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