Salvatorianerinnen in Südtirol

Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen ...denn die Liebe Christi drängt uns

Adventbegleiter

Bibl. Text: Lk 1,39-45 4.Advent C1 2012
Erreichbar muss man heute immer und zu jedem Augenblick sein. Darum hat man ständig als Begleiter rund um die Uhr das Handy dabei. Aber wie ist es
mit Begegnungen? Ich bot in einem Altenheim in Stuttgart einen Einkehrtag an. Da fragte ich eine Schwester: Was tun sie ungern im Dienst hier? Sie sagte; Am hl. Abend die Telefone ausrichten, dass die Tochter, der Sohn mit Familie frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr wünscht, weil sie über Weihnachten keine Zeit für einen Besuch haben, Ja man geht Begegnungen vi aus dem Weg.
Maria, das junge Mädchen mit vielleicht 16 macht sich auf den weiten Weg von über 100 km um einen Besuch zu machen bei einer Verwandten namens Elisabeth. Wie auch immer der Grund ihres Aufbruchs war, ob es nun ein Hilfsangebot an die ältere Elisabeth war, die unverhofft schwanger wurde, oder ob es doch wie andere sagen einem Gedankenaustausch dienen sollte weil hinter beiden Schwangerschaften Gott im Spiele war, ist zweitrangig. Auf jeden Fall ist diese Begegnung im Haus des Zacharias mehr als eine Begegnung von einer jungen und einer älteren Mutter. Gott der in der Empfängnis der beiden Mütter der Auslöser war, zeigt bei der Begegnung der Beiden das göttliche Geheimnis das hier voll zum Zuge kommt.
Besser als der große Kirchenvater Ambrosius(+397) kann ich es mit meinen schwachen Worten nicht sagen:
„Als Elisabeth den Gruß Mariens hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe auf
und sie wurde vom hl. Geist erfüllt." Nun achte auf den Unterschied und die besondere Bedeutung der einzelnen Worte. Elisabeth hörte als Erste die Stimme, aber Johannes spürte als Erster die Gnade; jene hörte nach der Ord-nung der Natur, der Jubel des Johannes steht in der Ordnung des Mysteriums;
jene vernahm die Ankunft Marias, dieser das Kommen des Herrn, die Frau das Kommen der Frau, das Kind das Kommen des Kindes. Di beiden Frauen spre-chen die Gnade aus, die Kinder wirken im Inneren; sie beginnen das Mysterium der Liebe mit der Begnadung der Mütter, die Mütter weissagen durch den Geist der Kinder: Das Kind jubelt, und die Mutter wird vom hl. Geist erfüllt.
Die Mutter wird nicht vor dem Sohn erfüllt, sondern der Sohn wird mit hl. Geist erfüllt und erfüllt dann die Mutter. Johannes jubelt, und der Geist Marias jubelt. Als Johannes sich regte, wird Elisabeth mit hl. Geist erfüllt. Von Maria aber erfahren wir, dass ihr Geist jubelte(gemeint ist im Lied Magnificat), nicht,
dass der Geist sie erfüllte, denn der Unfassbare wirkte schon unfaßbar in der Mutter. Jene wird erfüllt, nachdem sie das Kind empfangen hat, diese schon vorher: „Selig, die geglaubt hat."
Und Ambrosius preist nun auch uns, die Gläubigen selig, „denn jeder der glaubt, empfängt und gebiert das Wort Gottes und erkennt sein Tun."
Was ist das Fazit dieser tiefen Meditation des Ambrosius?
Von dem, den Maria im Schoße getragen hat, geht alle Heiligung aus, ja geht eine Kraft aus, die heiligt. Seit dieser Begegnung der beiden Mütter, geht es darum, dass wir glauben, und dann empfangen wir Gottes Wort, das Jesus in Person ist. Es gilt seit Gottes Sohn Wohnung in Maria genommen hat, was der hl.Paulus sagt: „Nicht mehr ich lebe, nein Christus lebt in mir". Und Angelus Silesius wird sagen: Wenn Christus tausendmal in Bethlehem geboren wäre, und nicht in dir, du wärest dennochlich verloren . Das Geheimnis der Menschwerdung Gottes ist nicht historisch vergangen und abgeschlossen. Gott kann man keine Grenzen setzen, weder räumlich noch zeitlich Er ist der immer über alle Grenzen übergreifende Gott mit seiner heimsuchenden Gnade. Er ist gekommen und will von da ab zu jedem kommen, der ihn hereinlässt. So bleibt das heilige Geschehen im Haus des Zacharis im Gebirge Judas ständig präsent.
Ein schöneres Präludium zu Weihnachten kann es nicht geben als die Begegnung der beiden Mütter Maria und Elisabeth im Haus des Zacharias. Aus einer menschlichen Begegnung kommt höchster Segen und Erfüllt-Werden vom hl. Geist.
Dies wünsche ich uns allen an Weihnachten: Dass alle Begegnungen zum Segen füreinander werden durch den, der uns nahe gekommen ist als Immanuel,
als Gott-mit uns, ja dass er in uns Wohnung nimmt, und innere Freude schenkt die übergeht in den Jubel Mariens: Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott meinen Rettern.

P. Benedikt Laib SDS

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