Salvatorianerinnen in Südtirol

Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen ...denn die Liebe Christi drängt uns

Gedanken zum Sonntag

Bibl. Text: Lk 3,15-16.21-22 Fest Taufe des Herrn C1 2013
Der heutige Festtitel "Taufe des Herrn", könnte uns theologisch, also vom Glauben und der Frömmigkeit her auf eine falsche Fährte bringen, nämlich dass der Tenor des heutigen Evangeliums darauf liege dass Jesus getauft wurde.
Und dann taucht gleich die Frage auf: Ja, musste denn Jesus getauft wurde? Was hat sie ihm denn gebracht, denn Er, der Sündelose musste nicht von seinen Sünden durch die Taufe des Johannes reingewaschen werden.
Wenn wir den gesamten Text des heutigen Evangeliums auf uns wirken lassen stellen wir gleich fest, dass nur so nebenbei gesagt wird:„zusammen mit den ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen". Das ganze Evangelium legt doch bedeutenmd mehr Wert auf die Person Jesu.
Hier auf eine andere Spur zu kommen hilft uns der Festtagstitel des letzten Sonntags: Fest „Erscheinung des Herrn". Die Ostkirche hat da einen weit würdigeren Titel: „Hochfest der hl. Theophanien unseres Herrn Jesus Christus." wobei Theophanien heißt Gotteserscheinungen. Demnach sind das Ereignisse im Leben Christi, die von Gott gewirkt sind die seine Gottheit bezeugen.
Es geht also um eine wichtige Offenbarung Gottes im Jordan, ja die erste und die Entscheidende. Und jetzt mache ich einen großen Bogen, um das noch in einen größeren Zusammenhang zu stellen:
Das einzige Wort das aus der Kindheit Jesu überliefert ist, das kennen wir, wie er als 12-jähriger im Tempel seine Eltern fragt: Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?" Und dann wieder 18 Jahre Schweigen, da er mit Maria und Josef nach Nazareth hinunterging und ihnen untertan war.
Und jetzt erfolgt das Zeugnis vom Himmel, gleichsam die Bestätigung der
Aussage des Zwölfjährigen Jesusknaben: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden." Und dazu kam sichtbar der hl. Geist in Gestalt einer Taube auf ihn herab. Hier ist die Geburtsstunde der Offenbarung Gottes:
Gott ist dreifaltig, Gott ist Vater, Gott hat einen Sohn. Hier im Jordan offenbart sich Gott zum ersten Mal, dass er nicht der einsame Gott ist, vielmehr Vater ist, und einen Sohn hat und er Gefallen hat an ihm und dass der dritte im Bund in seiner Gemeinschaft in seiner göttlichen Familie der hl. Geist ist.
Das Troparion der Ostkirche spricht es klar aus:
Als du, Herr, im Jordan getauft wurdest, ward offenbar die Anbetung der Dreiheit, denn des Vaters Stimme gab dir das Zeugnis, Dich den geliebten Sohn nennend, und der Geist in Gestalt der Taube, verkündete des Wortes Untrüglichkeit. Der du erschienen bist, Christus Gott, und die Welt erleuchtet
hast, Ehre dir.
Und von hier ausgehend, wird uns klar, dass Jesus von Anfang an Menschen gesucht hat, die sich seiner göttlichen Familie anschließen, kurz gesagt, die Kinder, die Söhne und Töchter seines Vaters und seine Geschwister werden.
Das konnte die Taufe des Johannes nicht fertig bringen denn es war Taufe mit Wasser, um die Menschen von der Sünde zu reinigen. Jesus geht es darum,
den Geist Gottes zu schenken, innerlich die Menschen an die Gottes Gesinnung, anzugleichen. Er tauft mit hl. Geist. Und Jesus wird später zu Nikodemus sagen: „Wer nicht wiedergeboren ist aus Wasser und Geist wird nicht in das Reich Gottes kommen.
Also nicht die Taufe des Johannes bildet der Ausgangspunkt zu unserer Taufe,
sondern dass der dreifaltige Gott am Jordan sich offenbarte, und Jesus
vom Jordan aus, legitimiert durch die Stimme aus dem Himmel und dem hl. Geist beauftragt, die Menschen für die Gemeinschaft mit Gott zu gewinnen.
Insofern ist hier der Anfangspunkt unserer Erwählung, unserer Taufe, weil im Jordan Jesus seine göttliche Sendung beginnt.
Ja, im Jordan findet der feierliche neue Anfang Gottes mit den Menschen statt,
Der Neue Bund Gottes mit seinem Volk beginnt hier Gestalt anzunehmen.
Ich meine, wenn wir dies so sehen, ist heute Anlass genug zu feiern:
Zum ersten Mal tut Gott sich als dreifaltiger Gott, als Vater, Sohn und hl. Geist uns Menschen kund,
Jesus ist gesandt, durch die Taufe mit hl. Geist, uns mit Gott nicht nur zu versöhnen, sondern in seine Familie aufzunehmen. Er beruft uns kraft der Taufe,
kraft der Wiedergeburt aus Wasser und hl. Geist, zu Kindern Gottes, und damit Miterben unseres Bruders Jesus Christus zu werden.

P. Benedikt Laib SDS

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