Salvatorianerinnen in Südtirol

Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen ...denn die Liebe Christi drängt uns

Er hätte den Frieden gebracht ...

 

Palmsonntag C2 2013
Drei Männer gingen vor dem Paschafest der Juden nach Jerusalem hinauf Und alle drei gingen immer mit gemischten Gefühlen in diese Stadt.
Jesus hielt sich lieber in Galiläa als in Judäa auf, denn nirgends hatte er so viele Gegner wie in Judäa und vor allem in Jerusalem. Und dort sollte er jetzt am Kreuz sterben.
Pilatus ging in die Burg Antonia hinauf, um dort beim großen Wallfahrtsfest der Juden gleich nach dem Rechten zu sehen, falls es wie üblich dort De-monstrationen oder gar einen Aufstand gäbe. Mit ihm wollte die römische Be-satzungsmacht präsent sein Wer hätte gedacht dass ihm dieses Mal eine ganz an-deres Rolle zufallen würde, nämlich Jesus dem Kreuzestod zu überliefern.
Herodes, die Schachfigur der Römer, der Scheinrepräsentant der Juden der nie gegen die Priesterfamilien des Tempels angekommen ist. Auch er spielte seine Rolle, indem Pilatus Jesus zu ihm schickte er solle doch über Jesus entscheiden. Und mit einem Spottmantel schickt er ihn zu Pilatus zurück. Damit wollte er sagen Auch ich werde mit dem Angeklagten nicht fertig. Und Jesus: Er hielt sich lieber in Galiläa auf, denn in Judäa und in Jerusalem war das Zentrum seiner Ablehnung seines Hasses, seiner Anklage, seiner Verurteilung und seines Todes.
Aber wie unterscheidet sich doch Jesus von den beiden anderen, die nach Je-rusalem zum Paschafest hinaufzogen Die beiden anderen wären schon längst bei den Menschen vergessen werden nur noch nebenbei, im Zusammenhang mit Jesus genannt. Wer würde heute noch Pontius Pilatus und König Herodes kennen, wenn sie nicht die üble Rolle beim Tode Jesu gespielt hätten?
Umso strahlt Jesus neben diesen beiden dunklen Gestalten auf:
Er allein zieht unter dem Jubel der Menschen in Jerusalem ein, während die beiden anderen, verhasst beim Volk, still und leise in ihre Residenz kommen. Jesus zeigt dass seine Macht anders aussieht, als die der beiden Mächtigen die auch nach Jerusalem gekommen sind: In Demut und Sanftmut reitet er auf einem geliehenen Esel in die Stadt ein. Er hätte den Frieden gebracht wenn sie nur auf ihn gehört hätten. Aber in wenigen Tagen wird die Stimmung kippen. Aus dem Hosianna wird der Ruf umgemünzt: Ans Kreuz mit ihm.
Aber was auch die Menschen ihm zufügen es wird allen Menschen zum Segen und zum Heil Gott ist es, der nicht nur auf krummen Linien gerade schreiben kann, er wendet das Böse zum Guten, den Hass der Menge zur Liebe, den Tod durch die Auferstehung zum Leben. So haben nicht die beiden anderen Geschichte gemacht die für alle Zukunft davon lebt und geprägt wird, sondern Christus der Unscheinbare, der Demütige, der Angeklagte. Ihn feiern wir heute am Palmsonntag, ihn ehren wir und danken wir in dieser
heiligen Woche, der Karwoche, denn:
Wir rühmen uns seines Kreuzes. In ihm ist uns Heil geworden und Auferste-hung und Leben. Durch ihn sind wir erlöst und befreit.

P. Benedikt Laib SDS

 

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