Salvatorianerinnen in Südtirol

Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen ...denn die Liebe Christi drängt uns

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

 

Bibl Text: Joh 20,19-31 2.Ostersonntag C2 2013
Wir wollen uns heute Morgen mit dem Apostel Thomas befassen.
Er war nicht dabei als am Osterabend Jesus seinen Jüngern in einem ver-schlossenen Raum erschien. Als er dann am darauffolgenden Sonntag, also wie wir heute 8 Tage nach Ostern sich in die Gemeinschaft der Apostel begab, erzählten ihm seine Mitapostel: „Wir haben den Herrn gesehen."
Doch er glaubte ihnen nicht. Wir kennen alle den Slogan: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser". Das will ich schon selbst überprüfen. Und wir wissen
Jesus kam diesem zweifelnden Thomas entgegen: Als er dann wieder seinem Jüngerkreis erschien, ging der Auferstandene gleich auf Thomas zu: „Streck deine Finger aus hier sind meine Hände! Und Jesus verweist darauf: „Selig die nicht sehen und doch glauben."
Ich meine dieser Thomas ist uns allen wichtig denn wir stehen in der gleichen Situation wie er. Wir haben die Osterbotschaft vernommen: Jesus lebt. Augen-zeugen sagen sie uns. Und es kommt auf uns an, ihnen zu glauben.
Thomas wird „Zwilling" genannt. Ich weiß aus dem Evangelium nichts davon dass er ein Double gehabt hat, oder dass er einen Zwillingsbruder gehabt hat.
Aber er hat ein Doppelgesicht, zwei Seelen in einer Brust.
Einerseits war er nicht leichtgläubig, Zweifel stecken in ihm. Er war ein Ver-standesmensch, der Fragen stellte und sich nicht allzu schnell mit Antworten
zufrieden gab.
Aber es steckte in ihm auch die Sehnsucht nach Gott und seinem Reich
Er ist bereit zu glauben, wenn er Anzeichen von Seiten Jesu erhält. Ob nicht auch Jesus über ihn seufzen musste: Diese Generation verlangt ein Zeichen.
Jesus gab es ihm, indem er ihn einlud seine Hand in seine Seitenwunde und in die Wundmale seiner Hände zu legen.
Aber dann war dieser Thomas nicht mehr zu halten. Er fiel vor Jesus hin
und rief: Mein Herr und mein Gott.
Was fällt uns bei diesem Glaubensbekenntnis des Thomas auf, gegenüber dem,
etwa von Petrus, der sagte: „ Du bist Christus der Sohn des lebendigen Got-tes".
Es ist ein persönliches Bekenntnis, das mit der eigenen Person zu tun hat:
M e i n Herr und m e i n Gott! So wie auch Maria von Magdala nicht einfach zum Auferstandenen sagte: Rabbi, sondern Rabbuni, mein Meister.
Darin zeigt sich die liebende und tiefe Beziehung des Personenkreises um Jesus ab. Nach der Auferstehung, besser gesagt nach seinem Tod, wo er alle
an sich gezogen hat, wo er alle Sünden und Verfehlungen vergeben hat, wo er sie angehaucht hat und den hl. Geist in ihr Herz eingegossen hat ist eine intimere Beziehung zwischen Christus dem Auferstandenen und ihnen entstamden
Aber nicht nur zu ihm, sondern auch zu seinem Vater. Jesus sagte: „ Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott."
Obwohl wir von der Abstammung her nicht mit Jesus mithalten können, denn er ist der einziggeborene Sohn des himmlischen Vaters, er stammt vom Himmel, dürfen wir doch kraft unserer Erwählung, unserer Geburt aus Wasser und heiligem Geist nun sagen: Mein Vater, unser Vater, und Jesus ist mein Herr und mein Gott! Und Jesus nennt nach der Auferstehung seine Apostel: Brüder.
Diese Erkenntnis und dieses Bekenntnis hat den Apostel Thomas so erfüllt, ja
fasziniert, dass er diese neue österliche Botschaft bis nach Indien gebracht hat. Welche Strapazen hat Thomas auf sich genommen.
So sehr also der Apostel Thomas zuerst an der Auferstehung Jesus gezweifelt hat, so sehr hat er dann aber die österliche Botschaft, ja den Auferstandenen bis nach Indien getragen.
Sein Credo: Mein Gott und mein Herr, und das Wort Jesu: Selig die nicht sehen und doch glauben hat er unerschrocken verkündet, damit möglichst viele Menschen, und so erhoffen auch wir es von uns – durch den Glauben das Leben haben in seinem Namen.
P. Benedikt Laib SDS

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