Salvatorianerinnen in Südtirol

Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen ...denn die Liebe Christi drängt uns

„Werde, was du bist“, Fest der Berufung am 21. April 2013 in Sterzing

 

 „Werde, was du bist", so das Thema dieses Berufungsfestes.
Von Leo Tolstoi, dem russischen Dichter, stammt der Ausspruch: "Liebe deine Geschichte, denn sie ist der Weg, den Gott mit dir geht!"
Dem Geheimnis der eigenen Lebensgeschichte nachzuspüren und zu entdecken, was an Reichtum darin verborgen ist, darin liegt unser Auftrag, unsere Berufung. „Werde, was du bist", bedeutet wohl zuallererst nach Gottes Weg für mich zu fragen und mich danach auszurichten.
„Werde, was du bist" Dieser Aufruf kann Anstoß zum Nachdenken werden, wer der eigentliche Navigator in meinem Leben ist? Die Kraftfahrzeuge haben heute bereits ein Navigationssystem installiert, das mit dem Satelliten korrespondiert. Aber das beste Navigationssystem würde zu nichts nütze sein, wenn das Ziel nicht festgelegt ist. Wer das eigentliche Ziel, den Urgrund seines Lebens klar eingegeben hat, der wird auch den Weg dorthin finden.
Diese und ähnliche Überlegungen fanden ihren Ausdruck im Fest der Berufung, das rund 170 Menschen am „Sonntag des Guten Hirten" in Sterzing mitgefeiert haben – getragen von der Seelsorgeeinheit Wipptal, der Pfarrgemeinde Sterzing, der Kommission für Berufungspastoral, den Salvatorianerinnen, den Tertiarschwestern, den Steyler Missionsschwestern und dem Priesterseminar. Das Berufungsfest begann mit einer Einführung in der Kapuzinerkirche.
"Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben!" Dieser Gedanke kam im Eröffnungslied zutage: „Dass du mich einstimmen lässt in deinen Jubel, o Herr".
Dekan Josef Knapp und d. Giorgio Carli stimmten mit einer kurzen Besinnung auf den Nachmittag ein. Sie luden ein, sich auf den Ruf Gottes zu besinnen, der jede/jeden von uns einlädt, zu „werden, was ich bin": im ganzheitlichen Menschsein, im bewussten, dankbaren Christsein, im täglich neuen JA zum eigenen gewählten Lebensstand (in Ehe und Familie, in einem geistlichen Beruf, im Dienst an Kirche und Gesellschaft).
In je 2 kurzen Sätzen weckten einige Priester, Ordensleute, Seminaristen und junge Frauen auf dem Weg in eine Ordensgemeinschaft die Neugier der Teilnehmer auf die nachfolgenden Erzählrunden.
Die warmen Sonnenstrahlen und das frische Grün im Kapuzinergarten trugen zum anschließenden regen Austausch und dem gelungenen Miteinander viel bei.
Die Gesprächsgruppen mit ihren Leiter/innen, die sich - auf den Garten verteilt - gebildet hatten, waren für viele Teilnehmer eine willkommene Gelegenheit, sich über die Art und Weise zu informieren, wie geistliches Leben in der Welt von heute gelingen kann. Auch Bischof Ivo gesellte sich zu den Gruppen.
Kreatives Töpfern, frohes Singen und der liturgische Tanz sollten zum Ausdruck bringen, dass der Mensch in seiner Ganzheit mit Leib und Seele Antwort auf den Ruf Gottes geben soll.
Die kleine Stärkung mit Würstel, Brot und Saft war eine willkommene Geste im Miteinander.
Um 17.00 Uhr versammelten sich die Teilnehmer mit Bischof Ivo Muser in der Kapuzinerkirche zum feierlichen Abschluss dieses Treffens. In der gemeinsamen Vesper mit Anbetung und eucharistischem Segen wurde sichtbar, hörbar und spürbar, was in den einzelnen Gruppen erarbeitet, mitgeteilt und weitergeschenkt wurde. Die Dankbarkeit über das Geschenk der Berufung und den je eigenen Berufungsweg kam in Liedern, Gebeten und im Zeugnis von verschiedenen Teilnehmern noch einmal zum Ausdruck.
In der Anbetung und in der Bitte um geistliche Berufe für die Kirche in der Welt von heute wurde das Anliegen dieses Festes noch einmal vor Gott getragen.
In seinem Schlusswort ermutigte Bischof Ivo Muser alle Anwesenden im Beten und aktiven Bemühen um geistliche Berufe. In diesem Zusammenhang erwähnte er auch Papst Franziskus, der im Rahmen des „Ad-limina-Besuches" der norditalienischen Bischöfe in Rom das Anliegen der geistlichen Berufe allen Bischöfen ans Herz legte.
Mit einem gesungenen Gruß an Maria wurde die Feier beendet.
Was bleibt? Wie geht es weiter? „Werde, was du bist!"
Worte aus dem Propheten Micha könnten wegweisend sein:
Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir erwartet. Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte und Treue lieben und in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott (Micha 6,8).
Sr. Elisabeth Schwitzer

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