Salvatorianerinnen in Südtirol

Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen ...denn die Liebe Christi drängt uns

Der Heilige Geist hat ein Problem...oder ?

Bibl. Text: Apg2,1-11 Hohes Pfingstfest C1 2013
Röm 8,8-17 Joh 14,15-26
Der Heilige Geist hat ein Problem, oder besser: Wir haben unser Problem mit dem Hl. Geist. Der Geist lässt sich so schwer vorstellen. Gottes Sohn, der Menschensohn, ist uns von der Krippe bis zum Kreuz auch bildlich vertraut. Und trotz Bilderverbot des Alten Testamentes stellen wir uns Gott-Vater als Mann mit Bart auf einem goldenen Thron vor. Ich muss schon sagen aus dem Evangelium heraus und das ist doch maßgebend für uns kenne ich dieses Bild nicht. Hat nicht Jesus, ganz anders vom Vater geredet? Gerade Pfingsten ruft uns auf, von solchen falschen Gottesbildern uns zu verabschieden.
Wir feiern an Pfingsten nicht den hl. Geist als dritte Person der Dreifaltigkeit, sonst müssten wir auch ein Fest zu Ehren des himmlischen Vaters feiern.
Die Texte dieses Festes sprechen eine ganz andere Sprache und haben deshalb auch mit dem hl. Geist kein Problem. Auch von der Taube, als Symbol des hl. Geistes ist keine Rede. Es sind andere Bilder vom hl. Geist, die heute in den Tex-ten des Wortgottesdienstes verwendet werden, Bilder die nichts mit einer Person zu tun haben, sondern mit der Natur.
>Brausen, heftiger Sturm, Zungen wie von Feuer. Es ist das ein Bild von Dy-namik, es drückt ein gewaltiges Geschehen aus. Die Leute strömen zusammen
und die Jünger treten aus dem Haus heraus, und Petrus, durch den Geist ein An-derer geworden tritt mutig vor die Menschen und verkündet Christus, den Gekreuzigten und Auferstandenen. Dafür sind wir Zeugen! An Pfingsten feiern wir das Fest, des Geistes Gottes, der die Menschen Gott nahe bringt und sie
zu Anderen macht, zu solchen die nicht mehr dem Fleisch verpflichtet. sind.
>Die 2. Lesung aus dem Römerbrief des hl. Paulus sagt uns über diesen Geist etwas Wichtiges aus: Der Geist ist der Geist Jesu. Wir alle kennen die Szene wie Jesus in der Synagoge zu Nazareth die Stelle des Propheten Jesaja auf sich bezieht: „Der Geist des Herrn ruht auf mir. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe, den Blinden das Augenlicht und die Zerschlagenen in Freiheit setze." Das ganze heilende Wirken Jesu geschah aus der Kraft des Hl. Geistes. Sein unermüdliches Wirken empfing Jesus aus der Kraft dieses Geistes, der auf ihm ruhte. Dieser Geist in Jesus Christus, ist in uns seit der Taufe. In nichts unterscheidet sich der Geist in Jesus und der Geist, der in uns wohnt Das betont der hl. Paulus in der heutigen Lesung.
Wir als Christen dürfen nicht mehr vom Fleisch bestimmt sein, d.h. von der Welt, die nur irdische Interessen wahrnimmt und zum Sinn des Lebens macht. Wenn wir den Geist Christi in uns haben, dann gehören wir Christus, dann sind wir mit ihm eins und haben dann auch den Auftrag Christi Geist in uns wirken zu lassen und danach zu handeln Die Welt spürt sehr wohl ob wir als Christen, die Christus gehören, wirklich uns mit voller Kraft für die Sache Jesu, die Begeisterte braucht einsetzen, kurz gesagt um das, was es Christus gegangen ist Der Geist ist es der in uns die Vorrausetzung geschaffen hat Kinder Gottes, ja Söhne und Töchter des himmlischen Vaters zu sein. Das alles ist Werk des Hl. Geistes. Wir sind ein Geist mit Christus und seinem Vater.
>Und schließlich werfen wir noch einen Blick in das Evangelium. Das steht ganz unter dem Thema der Liebe. Als Jesus sich von seinen Jüngern verabschiedet hat, kreisten seine Worte um drei Themen: der Vater im Himmel, der ihn seinen Sohn gesandt hat, der Beistand der hl. Geist den er nach seinem Weggang sendet, und die Liebe. Und das ist für mich eine Einheit, das ist die Mitte des Evangeliums. In der Kraft des hl. Geistes erkennen wir Gott als den Vater, weil er uns seinen Sohn gesandt hat, wir leben in Christus Jesus, weil wir den hl. Geist in uns haben, und wir haben den Auftrag die Liebe hineinzutragen in Kirche und Welt Ich bin sehr froh dass Papst Franziskus immer wieder von der Barmherzigkeit, ja der Zärtlichkeit spricht die wir als Christen unbedingt haben sollen. Das ist das Kontrastprogramm zur Welt, wo es nur um Macht und Karriere, um Reichtum, Profit und Konkurrenzdenken geht.
Ja, es muss uns als Christen um den Geist, der unsere Herzen, unser Leben, unser ganzen Tun und Denken prägt, gehen.. Nur mit diesem hl. Geist wird sich das Antlitz der Erde erneuern, werden die Augen der Blinden die Gott nicht mehr am Werk sehen, öffnen, nur mit diesem hl. Geist wird den Armen das Evangelium zugesprochen, das ihnen Solidarität und Hoffnung verheißt, nur mit diesem Geist werden die Mächte des Todes besiegt und wird neues Leben erweckt, das Leben Jesu Christi, des vom Geist Auferweckten, der Auferstehung und Leben in Person ist.
P. Benedikt Laib SDS

Veranstaltungen

Kreativseminar

Werbung 1

 

 

Ab in den Urlaub

Salvagarten 055

 

Exerzitienangebote 2017

Exerzitien2014

Spirituellen Angebote 2017

tuch

Weiterlesen ...

Gottesdienstzeiten

clock2
Weiterlesen ...