Salvatorianerinnen in Südtirol

Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen ...denn die Liebe Christi drängt uns

Gedanken zum Sonntag

 

Bibl.Text Jer38,4-10; Lk 12,49-53. 20.Sonntag C1 2013
Die Lesung aus dem Prophetenbuch des Jeremias und das heutige Evangelium sind wahrlich keine leichte Kost, passen schon gar nicht in die Urlaubsidylle des Monats August. Mir fallen zwei Begriffe auf: Feuer und Spaltung. Aber nicht nur das geht unter die Haut sondern schon die Sprache atmet Aggressivität. Ja die Texte wirken auf mich so gedrängt, dass Wohlbehagen, Friede und Kompromiss in weiter Ferne entrückt sind. Da stehen zwei Gruppen, zwei Parteien unversöhnlich gegenüber. Ich tue es selten, aber heute schon, dass ich die Lesung mit dem Evangelium verquicke. Aber Jeremias und Jesus stehen in ihrem schweren Schicksalsweg sehr nahe beieinander, und man versteht Jesus im Blick auf den Propheten Jeremias leichter.
>Dieser Mann muss mit dem Tod bestraft werden, denn er lähmt mit seinen Reden die Hände der Krieger, und die Hände des ganzen Volkes. Denn dieser Mensch sucht nicht Heil, sondern Unheil für das ganze Volk." Jeremia hatte nichts als Gott im Sinn, er hat ohne Rücksicht auf Verluste die Menschen zur Treue im Glauben aufgerufen, sie sollten Jerusalem verlassen und sich nicht von Heiden unterdrücken und vereinnahmen lassen Und der Hass des Königs und sei-ner Beamten kommt voll zur Geltung, bis er in die Zisterne geworfen wird, Jesus ist es nicht besser ergangen. Nichts als Gott den Vater hat er verkündet, nichts anderes als den Willen Gottes bis ins Letzte hinein hat er erfüllt, und Hass und Ablehnung, Todesdrohungen hat er erhalten. Seine guten Taten kamen schon an, aber nicht seine Person. Seine göttliche Autorität lehnten sie von Anfang an ab. Schon bei der Versuchung durch Satan in der Wüste, also bevor Jesus öffentliche auftrat, sagte ihm Satan wie falsch er es mache, wenn er so auftrete wie er es vorhabe. Wenn du der Sohn Gottes bist dann mach es anders! Die Menschen wollen einen anderen Gott, sie wollen sich nicht seiner Wahrheit beugen. Das ersehen wir sehr direkt beim Propheten Jeremia: Er lähmt die Hände des Volkes, er sucht nicht das Heil, sondern das Unheil für das Volk! und so auch bei Jesus. Jesus vergleicht sein Leben mit dem Feuer Gottes das die Welt verändern will. Und dafür setzt er sein Leben ein und es bringt ihm den Tod, weil die Menschen bei ihm alles verdrehen: Auch sie sehen nicht, dass er das Heil des Volkes ist. Sie bestrafen ihn wie Jeremias mit dem Tod, er soll untergehen. Auch Jesus ist bereit dafür sein Leben hinzugeben und nie und nimmer gibt er Gott und seinen Willen auf.
<2>Und ein Zweites: Nicht um Frieden zu bringen bin ich gekommen, sondern Spaltung: Seine Person seine Botschaft ist nicht ein Uhu Alleskleber das alle Menschen verbindet, seine Botschaft ist nicht ein Kompromiss, mit dem alle leben können, denn Jesus hat klare Wort und will Entscheidung. Jesus war nie für Verwässerung und Verdünnung, er war nie einer der so lange an einem Holz hobelt, bis keine Kanten mehr da sind und alles schön abgerundet ist Wollt auch ihr weggehen? Lieber eine kleine Herde, die alles was Jesus sagt und ist, sich zu eigen macht, als eine Menge von Menschen die sich auf den kleinsten aller Nenner geeinigt haben. Kein Jota will Jesus von dem streichen wozu er vom Vater gesandt ist. Und dort wo eine Entscheidung ansteht, wird es immer welche geben, die abspringen und sich vor der Entscheidung drücken. Jesus ist es wichtiger, dass die Entscheidung klar für oder gegen ihn ausfällt, und nimmt um der Wahrhaftigkeit willen auch Feindschaft auf sich.
Lukas als Evangelist hat wohl die aktuelle Realität in den Familien im Auge. Er erlebte es mit, wie Jesus und sein Evangelium die Familie spaltet, indem die einen sich taufen lassen und Christen wurden und die anderen dagegen sind.. Wir dürfen nur in das Leben des hl. Paulus hineinschauen mit welcher Vehemenz er die neue Lehre des Christentums als Pharisäer anfangs verfolgte.
Im Blick auf heute ist wohl einerseits zu sagen dass noch nie so viele Christen verfolgt und mit dem Tod bedroht und noch nie so viele Kirchen angezündet werden als heute in vielen Ländern Afrikas, Asiens und dem nahen Osten,. Erst gestern hat wieder eine Kirche in Ägypten gebrannt. Die Botschaft Jesu, obwohl er Gewaltlosigkeit und Feindesliebe gepredigt und den Frieden gebracht hat provoziert angeblich bist heute Andersgläubige.
Und dazu sind wir als Christen alle miteinander aufgerufen, von Christus und seiner Botschaft nichts aufzugeben, uns vor der Welt klar zu ihm zu bekennen,
freilich nie in einem Fanatismus der intolerant ist aber doch mit Klarheit und Bestimmtheit, damit die Welt wirklich erkennt, dass wir Jüngerinnen und Jünger Christi sind. Heute sind Menschen mit Standpunkt gefragt, die klar ihren Weg gehen, und die anderen aber auch wissen, woran sie mit uns sind.

P. Benedikt Laib SDS

 

 

 

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