Salvatorianerinnen in Südtirol

Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen ...denn die Liebe Christi drängt uns

Gedanken zum Sonntag

 

Bibl.Text: Lk 13,22-30 21.Sonntag C1 2013
Die Schiffstragödie der Costa Concordia im Januar 2012 ist wohl so manchem von uns noch in guter Erinnerung. Stellen wir uns vor, als das Schiff den Felsen gerammt hatte, hätte ein Passagier den Kapitän gefragt: Wie sind die Aussichten, werden wir alle aus dem sinkenden Schiff gut an Land kommen? Wenn er die Lage überschaut hätte, hatte er ausrufen müssen: Geht alle möglichst schnell von Bord, das Schiff beginnt bald zu sinken.
So ähnlich ist es mit der Frage eines Mannes an den Wanderprediger Jesus, der auf dem Weg nach Jerusalem, dem Ort seiner Kreuzigung ist: „Sind es nur wenige die gerettet werden?" Immerhin er traut es Jesus zu in Sachen „Ewiges Leben, Himmel und Hölle" Bescheid zu wissen.
Und Jesus gibt darauf keine klare Antwort, weder beruhigt er: Ja, alle kommen hinein, denn Gott ist barmherzig, noch sagt er: nur wenige werden es sein, weil die Menschen so böse sind und für ihre Taten die Hölle verdienen
Jesu Worte zielen auf das, was ein Kapitän eines sinkenden Schiffes ausrufen würde: „Rette sich wer kann, verlasst das Schiff und sucht festen Boden, bemüht euch an Land zu kommen.
An einer theoretischen Antwort ist Jesus nicht gelegen, sondern er will scho-ckieren: Auf! bemüht euch ins Himmelreich zu gelangen, wiegt euch nicht in Sicherheit. Aufbrechen, anpacken Eile ist geboten und nicht sich in Sicherheit wiegen! Jesus also richtet einen Appell an die Leute, nicht allzu sorglos in den Tag hineinzuleben und wie man heute so sagt: Gott einen guten Mann sein zu
lassen.
Und auch das Wort Jesu: es genügt nicht, wenn ihr mit mir gegessen und ge-trunken habt, und auch mal eine Predigt von mir gehört habt, geht in dieselbe Richtung: Ihr müsst nach dem Willen Gottes leben. Entscheidend für den Eintritt ins Reich ist euer Leben, euer Bemühen,
Und auch den Juden will er sagen: Es genügt nicht als Eintrittskarte dass ihr
Nachkommen Abrahams seid und ihr die Propheten zu eurem Volk zählt
Es muss euer Leben dahinterstehen.
Jesus verweist darauf, dass seine Wander- und Lehrjahre zu ihrem Ende kommen. Ich gehe nach Jerusalem hinauf. Darum bemüht euch jetzt, solange ihr noch Zeit habt. Ihr schlüpft nicht mit der großen Masse so einfach durch die Tür ins Himmelreich hinein. Darum macht Ernst mit meiner Botschaft und mit dem Umsetzen meiner Worte in euer Leben.
An Gott also liegt es nicht, ob es viele oder wenige sind, die gerettet werden.
Gott will, dass alle gerettet werden. Seine Barmherzigkeit schenkt er allen,
Und es gilt auch die Ausrede nicht die wir oft haben: Ich kann die Welt nicht retten, ich kann die Menschen nicht bekehren, ich kann keine bessere Welt schaffen weil ich keinen Einfluss habe, weil ich ein kleiner Mann oder Frau bin, und ich habe keine Macht. Jesus hat immer auf die Kleinen die Letzten gesetzt weil er damals in Israel bei den Großen und Mächtigen kaum etwas ausgerichtet hat. Jesus hat immer auf die Letzten gesetzt: Ich danke dir, Vater, dass du dies den Klugen und Weisen verborgen den Kleinen aber offenbart hast.
Diesen Ernst der Botschaft Jesu hat die Kirche, und die Welt von heute sehr nötig, da viele ihren Glauben verkümmern lassen und ihr Leben der Willkür des Augenblicks überlassen. Ist der Glaube bei vielen Christen nicht so schwach geworden, dass sie so eine Frage, die frühere Generationen beunruhigt ha, gar nicht mehr stellen? Was muss ich tun um das ewige Leben zu gewinnen? fragte einst einige Jesus. Oder Martin Luther: Wie finde ich einen gnädigen Gott? Wer keine Fragen mehr im Glauben stellt, der nimmt Gott und Jesu Botschaft nicht ernst. Er ist in Gefahr zu spät aufzuwachen und dann vor der verschlossenen Tür zu stehen und er dann die Antwort von drinnen erhält: „Ich weiß nicht woher ihr seid. Weg von mir! ihr habt alle Unrecht getan."
Ja, es ist schon eine ernste Botschaft Jesu , die uns heute an diesem Sonntag mit auf den Weg gegeben wird. Wenn wir uns für sie öffnen und uns mühen, sein Wort ins tägliche Leben umzusetzen, dürfen wir guter Hoffnung sein, dass auch wir zu der großen Schar derer gehören von denen Jesus sagt; „Man wird von Osten und Westen, von Norden und Süden kommen und im Reich Gottes zu Tische sitzen."

P. Benedikt Laib SDS

 

 

 

 

 

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