Salvatorianerinnen in Südtirol

Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen ...denn die Liebe Christi drängt uns

Ihr Heiligen von ...

 

Allerheiligen Vorabendmesse C1 2013
2.Lesung: 1 Joh 3,1-3
Wenn ich von Heiligen spreche, dann kommen mir die vielen Heiligen im Laufe des Jahres in den Sinn oder da habe ich die vielen Heiligen in den Kuppeln vieler Barockkirchen im Blick. Aber im Neuen Testament sind das viel mehr, zieht die Schar der Heiligen viel weitere Kreise. Ja da kann ich heute Abend Euch alle miteinander einbeziehen ihr Heiligen von Meran!
Dazu gibt mir der hl. Paulus selber das Recht, da er in seinem Brief an die Christen von Rom geschrieben hat: „An alle in Rom, die von Gott geliebt sind, die Berufenen, die Heiligen". Wieso kann der Apostel die Christen von Rom Heilige nennen? Ganz einfach weil er sie als Geliebte Gottes weiß. Einer ist heilig: Gott. Daher kann nur heilig sein die zu Gott gehören, die von ihm geliebt, und wie wir heute in der Lesung gehört haben Kinder Gottes sind. Wir sind heilig durch Abstammung, denn er, der heiligt und sie, die geheiligt worden sind stammen alle von dem Einen ab. Darum scheut er sich nicht sie Brüder zu nennen, so lesen wir im Hebräerbrief. Vocati Sancti sind also die Empfänger des Römerbriefes. Demnach sind wir also von Geburt an Heilige. Ich meine immer dass die allermeisten Christen nicht wissen was Christen für eine Würde haben, für einen Adel. Wir brauchen nicht glänzen und groß da-zustehen wir brauchen uns die Größe nicht durch Heldentaten verdienen uns ist die Heiligkeit in die Wiege gelegt. Dieses Selbstbewusstsein haben wir als Kirche als Christen heute bitter nötig. Viele wollen gar nicht mehr zeigen dass sie Christen sind noch weniger dass sie zur Familie Gottes gehören. Ich bin getauft und Gott geweiht, darum bin ich, darum sind wir heilig. Das ist eigentlich logisch wenn wir uns als Kinder Gottes wissen. Nur durch die Geburt sind wir Staatsangehörige, nur durch die Geburt nehmen Kinder den Besitzstand der Eltern ein, wohnen damit in einer Hütte von Armen oder in einem Schloss um einmal Gegensätze auszudrücken. Damit gehören wir
jetzt schon dem Himmel, sind Bürger des Reiches Gottes und Mitbürger der Heiligen wie auch der hl. Paulus schreibt. Wir sind Hausgenossen Gottes also wir gehören zum Haus Gottes und dürfen an seinem Tisch sitzen
Das hängt alles von Gott ab: Weil er nicht der Herrscher sondern zuerst nach der Botschaft Jesu, Vater ist und seine ganze, seine große Liebe uns geschenkt ist, sind wir Kinder Gottes mit allen Rechten aber auch mit allen Pflichten. Wir kennen den Ausdruck „Adel verpflichtet."
Ein Prinz, eine Prinzessin, ein Angehöriger der Königsfamilie kann nicht alles tun und mitmachen was die Bürgerlichen tun. Und es gilt heute noch das besondere Verhalten am Hof, wie man sagt. So groß auch die Privilegien des Adels früher waren, so groß waren auch die Auflagen
Und da steht ein Wort Jesu im Raum, das uns erschrecken mag: Ihr sollt vollkommen sein wie euer himmlischer Vater es ist. Dabei brauchen wir nicht auf den Vater im Himmel schauen der zwar in seiner Liebe uns nahe ist, aber uns doch verborgen. Wir kennen aber aus der irdischen Nähe den Erst- geborenen der Brüder und Schwestern. Wir haben als den älteren Bruder in unsrem Familien- und Geschwisterkreis, den Sohn Gottes, der als Mensch unser menschliches Leben geteilt hat. An ihm, an seinem Leben und Ver- halten sollen wir ablesen, wie man sich in der Familie Gottes verhalten soll. So eindeutig und klar kann keine Religion es uns sagen was Gott von uns erwartet. So eindeutig und klar können wir nirgends anders erfahren, dass wir Kinder Gottes sind, Gott unser Vater, sein göttlicher Sohn unser Bruder. Aber nirgends erfahren wir so klar und eindeutig, wie es im Hause Gottes zuzu-gehen hat. Heilige sein und Kinder Gottes sein das gehört zusammen.
Darum dürfen wir auch von Gottes alles erhoffen, denn Gott ist die Liebe. Die Liebe aber sucht die Nähe, sucht die Gemeinschaft. Wir dürfen teilhaben am Leben Gottes Daraus erwächst die Verpflichtung zu leben wie unser erst-geborener Bruder Jesus Christus. Unsere Berufung zur Heiligkeit, verpflichtet uns dazu zur Familie Gottes zu passen.

P. Benedikt Laib SDS

 

 

 

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