Salvatorianerinnen in Südtirol

Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen ...denn die Liebe Christi drängt uns

Jesus, hast du denn in deinem schrecklichen Leiden niemand mehr auf deiner Seite gehabt?

 

Bibl. Text: Mt 26,14-27,66 Palmsonntag A1 2014

Ich will heute nach der Leidensgeschichte Jesu keine Predigt halten denn ich bin der Meinung: Wem diese Schilderung des Leidens und Sterbens Jesu durch den Evangelisten Matthäus nicht anspricht, gar unter die Haut geht, der wird auch durch meine Predigt nicht ergriffen.
Aber einem Faden durch die ganze Passion will ich kurz nachspüren, Und das hat mich sehr getroffen. Da könnte man wirklich zum Pessimisten werden.
Ich schaue mir die vielen Personen an, die das heutige Evangelium nennt, und ich habe nur eine Frage: Ja, lieber Jesus hast du denn in deinem schrecklichen Leiden niemand mehr auf deiner Seite gehabt?
Judas verrät ihn, die drei Jünger am Ölberg schlafen und lassen Jesus allein in seiner Todesangst, die Schar kommt mit Schwertern und Knüppel und nehmen Jesus fest, sodass Jesus sagen muss: Wie gegen einen Räuber seid ihr ausgezogen, um mich festzunehmen, falsche Zeugenaussagen muss er hören beim Verhör des Hohepriesters Kajaphas, ein Trupp der ihm ins Gesicht spuckt, der Petrus der ihn dreimal verleugnet, die Feigheit des Pilatus, und die
johlende Volksmenge, die lieber einen Verbrecher frei haben will als den unschuldigen Jesus, die Soldaten die ihn verspotten, die gaffenden Leute, die ihn verspotten und verhöhnen, wo er mit schrecklichen Schmerzen am Kreuz hängt. Niemand hält mehr zu ihm außer die Frauen, die ihm von Galiläa nachgefolgt und ihm gedient hatten, seine Mutter Maria, Maria aus Magdala,
Maria die Mutter des Jakobus und des Josef und Salome die Mutter der Zebedäussöhne. Ich nenne sie zusammen mit Josef von Arimathäa, der für Jesu würdiges Begräbnis zu Pilatus ging und dem Leichnam Jesu sein Grab über- ließ. Und schließlich ist da noch einer der unter dem Kreuz Jesu zum Glauben kam: der römische Offizier, der bekannte: Wahrhaftig das war Gottes Sohn.
So viel Versagen, so viele böse, lieblose, herzlose Menschen scharen sich um Den der schuldlos, ohne Rachegedanken und in einer Ruhe und Klarheit sein
schweres Leiden und seinen bitteren Tod durchsteht.
Inmitten der versagenden Jünger, inmitten von einer Horde von Menschen die angesichts seines Leidens sich nicht berühren lassen hebt sich Jesus ab.
Er lässt sich nicht mitreißen vom Zynismus, von der Ungerechtigkeit der einen und der Feigheit der anderen, er geht in Geduld und Liebe seinen Weg bis zum Ende. Er starb für die unerlöste und sündige Menschheit. Und zum Gedächtnis seines Todes, hinterlässt er uns das Abendmahl, in dem er uns seinen geopferten Leib und sein vergossenes Blut, seine ganze Liebe uns schenkt.
Das feiern wir jetzt miteinander. Seinen Tod verkünden wir, halten ihn im Gedächtnis, und feiern das, weil wir seine Auferstehung preisen. Von der
Gemeinschaft mit dem Vater hat ihn nichts trennen können ja, je mehr die Menschen ihn enttäuscht haben, umso mehr hat er seinem Vater vertraut.
Gehen wir vom Palmsonntag durch die Karwoche gläubig und treu, an der Seite Jesu zu Ostern. Schließen wir uns bewusst den damals wenigen Getreuen auf dem Kreuzweg Jesu an.

P. Benedikt Laib SDS

 

 

 

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