Salvatorianerinnen in Südtirol

Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen ...denn die Liebe Christi drängt uns

"Ach frag du mich nach der Auferstehung..."

 

Bibl. Text: Mt 28,1-10 Osternacht A1 2014

Im Religionsunterricht hatte der Katechet in der Bibelstunde von Jesu Geburt erzählt. Die Kinder waren begeistert, und sie haben natürlich zu Hause davon erzählt. Da kam ein Mädchen in der nächsten Religionsstunde und sagte zum Pfarrer: „Meine Mutter hat gesagt: „Das mit Jesus ist doch ein Märchen."
Dorothee Sölle sagt über Ostern genau dasselbe:
„Ach fragt nicht nach der Auferstehung – ein Märchen aus uralten Zeiten
Das kommt dir schnell aus dem Sinn". Aber Dorothee Sölle ist dann doch von höherem geistigen Format, und hat etwas mehr zu sagen als nur es sei ein Märchen und das Gedicht endet: „Ach frag du mich nach der Auferstehung-
Ach, hör nicht auf mich zu fragen." Sie will damit sagen: Es geht dem Menschen der Tod zu sehr unter die Haut, als dass er nicht immer und immer sich fragt: Und gibt es wirklich danach nichts mehr? Ist der Mensch nur wie Gras das heute grünt und morgen verdorrt? Wie steht es mit der Aufersteh-ung und dem ewigem Leben? Eindeutig sagt es uns der hl. Paulus: „Wenn Christus nicht auferstanden ist, dann gibt es auch keine Auferstehung der Toten." Ja an ihm machen wir Christen die Hoffnung auf das eigene ewige Leben fest. Ein schwer kranker Mann sagte: „Ich sterbe ja auch zum ersten Mal, ich weiß nicht, wie es geht." Der Tod bleibt deshalb für immer ein Ge-heimnis, weil kein Beteiligter seine Erfahrung den Umstehenden erzählen kann. Im Erleben des Sterbens schließen sich Mund und Ohren. Und an diesem Geheimnis nimmt die Auferstehung Jesu teil. Für mich ist ein starker Grund zum Glauben: Kein Evangelium erzählt uns was sich im Grab getan hat. Ein Märchen würde erzählen wie sich die Augen geöffnet haben, wie der Tote sich befreit hat von den Leinenbinden, den Stein umgeworfen hat und lebendig als Held davon gegangen ist. Kein Wort wird gesagt, und unsre Neugierde wird nicht befriedigt, was Auferstehung ist, was sich in der Auferstehung getan hat. Nach der Auferstehung, als Jesus gar nicht mehr unter den Toten im Grab war, kam ein Engel vom Himmel herab, trat an das Grab wälzte den Stein hinweg und setzte sich darauf. Das Erdbeben will die Erschütterung andeuten, als der Himmel eingriff. Martin Luther sagte dazu: „Wenn Christi Auferstehung verkündet wird, gibt's immer ein Erdbeben." Die Auferstehung bringt wirklich vieles durcheinander und erschüttert die Meinung der Menschen: Tot ist Tot, Dort wo Menschen am hilflosesten sind angesichts des Todes, ich denke da an die verzweifelten Eltern und Schüler in Korea, die ihre Kinder, ihre toten Mitschüler in dem versunkenen Schiff betrauerten. Nur verzweifelte Hilflosig- keit rundum. Aber dort im Grab hat Gott mit seiner Macht eingegriffen. Er hat seinen Sohn auferweckt und in seine Herrlichkeit erhöht. Sein Einssein mit ihm, seine grenzenlose Liebe zu seinem Sohn konnte nicht zulassen ihn im Tode zu lassen. Statt einer wunderbaren aufsehenerregenden Szene im Grab steht die Botschaft des Engels an die Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß ihr sucht Jesus den Gekreuzigten. Er ist nicht hier, er ist auferstanden, wie er es euch gesagt hat. Erst nach seiner Auferstehung erst nach seiner Heimkehr zum Vater als Verklärter, wird auf der Erde kundgetan was geschehen ist. Die Botschaft seiner Auferstehung also ist der Kern des heutigen Festes. Wir dürfen auf die Macht Gottes auch für uns vertrauen, denn Gott ist der Gott des Lebens. Weil er uns Menschen liebt, will er uns bei sich haben, aber nicht als Tote, sondern als Lebende.
>Und unser Glaube an den Auferstandenen basiert auf den Zeugen. Die Zeugen gaben die Osterbotschaft weiter: Er ist von den Toten auferstanden" Wir sahen das offene Grab, wir haben die Botschaft des Himmels vernommen, wie sind ihm begegnet und bezeugen; Christus der Gekreuzigte lebt!
Diese Botschaft bringt Licht in unser Menschsein, in unser Leben und in unseren Tod. Wir können nicht genug nach der Auferstehung fragen, wie uns Dorothee Sölle aufmuntert. Von ihr hängt doch so viel für uns und unsere Fragen ab: Nein wir sind nicht Gras, das morgen verdorrt und ins Feuer geworfen wird, wir sind von Gott geliebt, der uns zum ewigen Leben berufen hat. Dafür gibt der auferstandene Christus Garantie der sagte: Ich lebe und ihr werdet leben, denn ich bin die Auferstehung und das Leben.

P. Benedikt Laib SDS

 

 

 

 

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