Salvatorianerinnen in Südtirol

Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen ...denn die Liebe Christi drängt uns

Es gibt keine größere Liebe ...

Bibl. Text: 1 Kor11,23-26 + Joh13,1-15 Gründonnerstag 2016


Vor ca 25 Jahren haben wir in Stuttgart einen ökumenischen Abend gestaltet mit dem theologisch heiklen Thema: Messopfer oder Abendmahl.?War die Einsetzung der Eucharistie ein Mahl oder ein Opfer? Ich habe versucht – und mit Erfolg – unsere evangelischen Mitchristen dahin zu bringen: Jesus hat sein Leiden und Sterben am Kreuz beim Paschamahl mit dem Osterlamm und bei seinem Abschiedsmahl mit den Jüngern schon hineingenommen. Die Eucharistie lebt von der Hingabe, von der äußersten Liebe Jesu. Es braucht dringend diese Deutung der Liebe und der Hingabe angesichts des schrecklichen Todes und der Schmach des Kreuzes vom Karfreitag. Wenn wir die Passionsgeschichte am Karfreitag hören, dann bleibt allzu leicht die Liebe, die hinter diesen Qualen steckt, verborgen. Er wird zum Tod verurteilt, weil er Gott seinen Vater nannte, und sich selbst zum Sohne Gottes gemacht hat. So die Version der obersten Schicht der Juden. Er ist zum Tode verurteilt worden, weil er sich zum König der Juden gemacht habe. Dazu kommt der Hohn und Spott der Römer und Juden.
Kurz gesagt: Dass Jesus sein Leben hingegeben hat aus Liebe, wie er seinen Jüngern selber sagt: “Es gibt keine größere Liebe als wenn einer sein Leben
für seine Freunde hingibt, es kommt zu wenig zum Ausdruck angesichts des Kreuzes am Karfreitag, dass sein Tod ein Sühnopfer für die sündige Menschheit war, wie der Prophet Jesaja über den leidenden Gottesknecht sagt: Alle Sünden hat man auf ihn geworden, oder der hl. Paulus: Er der Sündelose hat sich zum Sünder aller gemacht. Nach außen hin wurde er wie ein Verbrecher
zum Tode verurteilt in Wirklichkeit waren es die Sünden und Verbrechen der
Menschen, für die er sein Leben hingab.
Wenn wir von diesen beiden Seiten her seinen Tod betrachten, also seinen Tod mit der Liebe eng verknüpfen dann brauchen wir unbedingt den Abendmahlsaal. Dort kreis alles um die Liebe. Es sind drei Kreise, um die sich im Abendmahlssaal seine Liebe, die aus dem Herzen Jesu kommt, zeigt:
>Es ist die Fußwaschung: Tiefer als zu den Füssen des Anderen gehen kann niemand. Jesus selbst war sich voll seiner Gottheit bewusst, denn Johannes sagt: Jesus wusste, dass er von Gott gekommen war und jetzt zu ihm zurückkehrte, wohl wissend warum er diese Fußwaschung, diesen Sklavendienst an seinen Jüngern tat: Da er die Seinen, die in der Welt waren liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Grenze. Es ist also in dieser tiefsten Demut, indem Gott vor seinem Geschöpf, der Heilige vor Sündern kniet und sich klein macht und sich niederbeugt, seine äußerste Liebe ausgedrückt.
>Die Eucharistiefeier: Da brauche ich gar nicht viel darüber sagen, wenn wir nur die Worte Jesu aus seinem eigenen Mund auf uns wirken lassen:
DAS IST MEIN LEIB FÜR EUCH- DAS IST MEIN BLUT FÜR EUCH VERGOSSEN ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN. Sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn. Ist da nicht die ganze Liebe und Hingabe Jesu, der sein Leben für uns hingegeben hat, enthalten? Pro nobis? Dieses eucharistische Mahl soll uns stets an seinen Tod erinnern, ,mit wie großer Liebe er für uns alle sein Leben hingegeben hat. So bleibt seine Liebe unter uns, sooft wir dieses Opfermahl mit ihm feiern.
>Und der 3. Kreis: Die Abschiedsreden Jesu: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe ich euch geliebt. Ich nenne euch nicht mehr Knechte sondern Freunde. Jesus spricht die Trauer der Jünger an weil er sie verlässt und zu seinem Vater geht. Aber die Liebe duldet keine Trennung So verheißt er, bei ihnen zu bleiben, und den hl. Geist zu senden, der in ihnen wohnt. Und zuletzt nimmt er in seiner Liebe alle in sein Gebet zum Vater hinein: Bewahre sie vor dem Bösen. Lass sie eins sein Und er nimmt uns alle hinein in dieses Gebet, indem er alle, die an ihn glauben Gottes Vaterliebe anvertraut und dass wir sein Wort und seine Liebe bewahren.
Ja, seine grenzenlose Liebe verdeckt durch den Schatten des Kreuzes kommt erst durch seine Liebe im intimen Kreis seiner Jünger am letzten Abend seines Lebens ans Licht. Mein Tod ist eine Tat der äußersten Liebe. Ihr seid Gerettete, ihr seid von Gott geliebt. Dafür habe ich mein Leben für euch gegeben.

P. Benedikt Laib SDS

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